Wie konnte uns die ganzheitliche Betrachtung abhanden kommen?

16. März 2009

Wenn man das alles so liest: Arbeitnehmer sind unzufrieden und demotiviert, junge Menschen sind orientierungslos, die Krise geht um, Banken gehen Pleite, Menschen laufen Amok… kann man das nicht endlich mal in einen großen Zusammenhang werfen? Wieso betrachten wir immer nur einzelne Baustellen und kapieren es nicht, dass eine Baustelle unmittelbar auf eine andere wirkt? Ich verstehe es nicht! Die Menschheit ist äußerlich weit entwickelt, aber die inneren Welten werden vollkommen vernachlässigt. Gut, es gibt eine kleine Bewegung, aber ist das alles? Seminare für 1000 Euro, in denen man Mechanismen vorgestellt bekommt, sich selbst zu motivieren. Oder Intuitionsseminare für 250 Euro. Mal ehrlich: da gehen Menschen hin, die sowieso schon für dieses Thema empfänglich sind, die sowieso nach sich selbst suchen, die wissen wollen, wie sie stabil und ausgeglichen werden, wie sie mit dem Leben zurecht kommen.
Warum gibt es Intuitionsseminare nicht an Schulen? Wieso wird man in der Schule nicht gecoached? Wieso muss man das erst als alter, unzufriedener Erwachsner machen? Das ist doch viel zu spät!

Wir müssen Kindern zeigen, wie sie mit Misserfolgen umgehen. Wie sie sich aufraffen, wie sie sich wehren und wie sie starke und stabile Menschen werden, die erst gar nicht dazu kommen, sich selbst zu zerfressen!

Das ist nicht unmöglich. Das Wissen ist an sich da, das Material ist da, die Übungen sind da und Menschen sind da, die es schon kapiert haben. Aber wir versäumen, das alles zu einem Thema zu machen. Ich verstehe es nicht. Wie kurzsichtig können wir denn sein? Es kommt eh auf uns zurück – die Dinge zeigen sich schneller. Wir werden jetzt schon mit unseren Fehlern konfrontiert – nicht erst unsere Nachfolger in 50 Jahren.

Es passiert jetzt. Es kommt das, was wir gesäht haben.
Und der einzige Weg, ist eine weitsichtige Saat zu machen. Bei den Kindern. Kinder müssen zu gesunden, stabilen, bewussten Menschen heranwachsen.

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