Rezept für alles
mmuppetti 1. November 2009
Immer und immer wieder komme ich auf einen Punkt zurück. Zuerst hilft Zeit, dann hilft reden. Egal, was unser Kopf rumspinnt, egal, welch gemeine Gedanken wir hegen, egal, welchen Bereich es angeht. Es ist immer und immer wieder gleich: es geht allen so. Alle haben Zweifel, alle haben Sorgen, alle haben 1000 Gedanken, die den ganzen Tag rumquatschen.
Dazu habe ich vorgestern einen sehr ermutigenden Film gesehen: Der friedliche Krieger. Wirklich gut.
Hätte vielleicht für den “modernen” Menschen anders benannt werden sollen, um ein Hit zu werden, aber die Aussage motivierte mich, meinen Weg immer weiter zu gehen. Immer weiter und weiter, weil er doch gut ist.
Es gibt eine Regel, die mir eine Weise mitteilte. Die Bilanz eines jeden Tages sollte so sein: 70% für sich und 30% für andere. Das heißt, 70% am Tage tue ich Dinge, die nur gut sind für mich, die mich voran bringen, mich glücklich machen. Das heißt auch, dass ich darin zu anderen “nein” sage. Nein-Sagen ist schwer, ja, aber man kann es üben. Der Rest, also die 30%, sind die, die ich mich anpasse. Das sind die, in denen ich anderen Gefallen tue oder ihnen zuhöre oder ihnen anderweitig helfe.
Das ist wichtig zu verstehen. Der wichtigste Mensch in seinem Leben sollte man selbst sein. Wieso?
Weil , wenn man sich nicht um sich selbst und seine Gesundheit im Kopf und Körper kümmert, man dann mit Problemen konfroniert wird, die mit einem selbst zu tun haben. Und wer muss die dann lösen?
Richtig. Man selbst.
Also – wenn wir schon unser Auto zum TÜV bringen, wieso dann nicht auch im eigenen Innenleben vorsorgen? Das kann unheimlich viele unangenehme Dinge verhindern und erleichtert unser Leben.
Und das wollen wir doch: ein leichteres Leben.
- Allgemein
- 6 Kommentare

Ein leichteres Leben.. hmm wie langweilig!
Wer will denn sowas, achso Frauen ja ok?!
TÜV fürs Leben musst du noch mal erklären.
Ich bin dagegen, zuviel Controlling –> Einschränkung der Privatsphäre!
mein lieblingsszenario zum überprüfen meines zustandes – sozusagen der TÜV – ist, mir vorzustellen, mein leben wäre in diesem moment beendet. daraufhin stellen sich mir diese fragen:
1. bin ich traurig, dass es schon vorbei ist, weil ich noch eine menge dinge erleben wollte? und welche dinge würde ich gern noch tun?
2. gibt es dinge, die ich anderen menschen noch gern sagen würde, um aufzuräumen und nicht belastet zu gehen?
3. kann ich verzeihen? will ich verbittert, versauert, vielleicht noch mit hass sterben oder möchte ich mich lieber leicht wie eine feder fühlen, weil ich alles geklärt und versucht habe, was in meiner macht stand?
wenn ich bei den antworten bemerke, dass es noch dinge aufzuräumen gibt, dann versuche ich das umzusetzen. mit jeder geklärten situation entfällt mir etwas von dem gewicht, das mich erdrückt und mir lebensenergien nimmt.
finde das ein schönes konzept und: es hilft.
ok, kann ich so irgendwie nachvollziehen.
erinnert mich an die beichte in der kirche.
kann dieses relegionsgequatsche aber nicht mehr hören.
ich bin gegen diesen tüv.
bin der meinung situationen mit negativer schwingung besser aus dem weg zu gehen. wenn man positiv gelaunt ist, dann rennt man auch nicht amok! außerdem bleibt so mehr zeit für die angenehmem sachen
wie gesagt ich denke das genau dieses tüvverhalten und ständiges überprüfen ob auch alles “richtig” ist stress erzeugt und somit zum amoklauf führen kann. wieso unnötig druck aufbauen, jeder sollte lieber so leben wie er es selbst für richtig hält. jemanden zu hassen ist völlig ok. und verbittert sein ist auch völlig normal!
Jemanden hassen finde ich eine unglaubliche Energieverschwendung. Genauso wie Masken und falscher Stolz. Genauso wie Lügen.
Kann sein, kann aber auch nicht sein!
Ist denke ich von Psychopath zu Psychopath unterschiedlich.
Abgesehen davon: schiebt meine Beiträge nicht in eine Religion. Mit Religion hat das hier nichts zu tun. Ich verachte das Konzept “Beichten” und das “Leben danach”. Beides ist ein geniales Geschäftsmodell. “Gib mir Geld und beichte, dann sage ich Dir, wie oft Du beten sollst und alles ist wieder gut.” Das ist wirklich das Schlauste Konzept überhaupt – besser als Versicherungen! Und dazu die immerforte Angstmacherei: “Wenn Du jetzt nicht gut bist, dann kommst Du nicht in den Himmel”. Dummerweise bedeutet bei der katholischen Kirche – und anderen – “jetzt nicht gut” einfach nur “Wenn Du meinen Regeln nicht folgst, dann…”
Wie kann es sein, dass dieses ganze moderige Konstrukt der katholischen Kirche immernoch steht?
Was ist das für eine Kirche, die die blutigste, brutalste Geschichte im Vernichten von Menschen hat?
Was ist das für eine Kirche, die auf Unmengen von Kohle, Geheimnissen und Gold sitzt?
Was ist das für eine Kirche, die Angst macht, die Regeln setzt, die Freiheit raubt, die ausschließt?
Was ist das für eine Kirche, die jegliche Spiritualität verloren hat?
Was ist das für eine Kirche, die aus einem lebensfrohen, buddhagleichen Jesus einen immerforten, traurig dreinblickenden, blassen Sohn Gottes gemacht hat?
Was ist das für eine Kirche, die ebendiesen Sohn Gottes so falsch, zu einem zu Marketingzwecken optimierten Maskottchen verdreht hat? Das ewig leidende, all unsere Sünden tragende Plüsch-Maskottchen!
Was ist das für eine Kirche, die einem ständig Sünden unter die Nase reibt? Wieso wurden wir denn mit Sünden geboren? Wann genau sollen wir denn Zeit gehabt haben, all diese schrecklichen Sünden zu begehen?! Was ist das überhaupt für ein Schwachsinn? Und wieso wird ständig alles NEGATIV kommuniziert? Positives Denken ist also keine Erfindung der Kirche.
Ist Euch das schon mal aufgefallen? Dass die katholische Kirche das genialste, älteste, brutalste Geschäftsmodell der Menschheitsgeschichte ist?
Tolles Logo, tolle Frontfigur, streben nach dem Monopol durch Vernichtung der Konkurrenz und: ein super Businessplan, in dem genau steht, wie in jeder Situation zu handeln ist.
Kreuz, Jesus, Kreuzritter, Hexenverbrennung, Auslöschung anderer Glaubensrichtungen und – das Buch der Bücher – die Bibel!
Yeah! Genial!
So schlau, als hätte es sich der Teufel ausgedacht…
Hups… nu isses raus.